Santo Espedito sia!
Da auf einmal, neunzehnhundert- fünf, vernimmt die Welt verwundert, daß die Kirche diesen Mann fürder nicht mehr dulden kann. Grausam schallt […] Mehr lesen
Mehr lesenUnterwegs in Deutschland
Da auf einmal, neunzehnhundert- fünf, vernimmt die Welt verwundert, daß die Kirche diesen Mann fürder nicht mehr dulden kann. Grausam schallt […] Mehr lesen
Mehr lesenEs war ein Stückchen Fromage de brie, das fiel untern Tisch. Man sah nicht wie. Dort standen zwei Lackschuh mit silbernen Schnallen. Die fanden an […] Mehr lesen
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Um Mittag gab der Doctor, als er die Karte zu Rathe gezogen, seine Ansicht dahin ab, daß sie sich über dem Lande Usaramo (U-Gegend) befänden. Die Landschaft war hier dicht mit Kokosnuß-, Papaya- und Melonen- Bäumen, so wie mit Baumwollenstauden übersäet, über welchen der Victoria sich förmlich hinweg zu spielen schien. Joe fand diese Vegetation ganz natürlich, wenn man nur in Betracht zöge, daß man in Afrika wäre. Kennedy bemerkte Hasen und Wachteln, welche zu einem Flintenschuß einluden; aber das wäre Pulververgeudung gewesen, da es jetzt eine Unmöglichkeit war, das Wild einzusammeln.
Die Luftschiffer bewegten sich mit einer Schnelligkeit von zwölf Meilen die Stunde vorwärts und befanden sich bald unter 38°30' L. über dem Dorfe Tunda.
"Hier, sagte der Doctor, wurden Burton und Speke von heftigen Fiebern erfaßt und glaubten einen Augenblick, ihre Unternehmung nicht fortsetzen zu können.
Und doch waren sie noch nicht weit von der Küste, aber schon machten sich Ermüdung und Entbehrungen in rauher Weise fühlbar."
Thatsächlich herrscht in dieser Gegend eine immerwährende Malaria; auch der Doctor konnte jetzt ihrer Ansteckung nur dadurch entgehen, daß er den Ballon über die Miasmen dieser feuchten Erde emporhob, aus der eine glühend heiße Sonne die Ausdünstungen aufsog. Bisweilen gewahrte man Karawanen, die in einem "Kraal" ausruhten und die Abendfrische erwarteten, um ihren Marsch fortzusetzen. Unter "Kraal" versteht man große Anlagen mit Hecken und Dschungeln umgeben, hinter denen die Handeltreibenden sich nicht nur gegen die wilden Thiere, sondern auch gegen die räuberischen Stämme des Landes bergen. Man sah die Eingebornen beim Anblick des Victoria hin und her laufen und fliehen, und Kennedy hätte sie sich gern näher angesehen, aber Samuel setzte sich diesem Wunsche beharrlich entgegen.
Ich weiß mir einen andern Wald; Der wogt im mächtigen Saal; die Wipfel Sind finstre Proletarierköpfe. Die Leuchter an der Decke flammen trübe, Von rauchig schwülem Dunste halb mehr lesen >>>
In dieser Jahreszeit, nämlich zu Anfang April, dem Monat, der dem October unserer nördlichen Erdhälfte entspricht, d.h. also gegen Anfang des Herbstes, fehlte es ihnen noch mehr lesen >>>
Jehova! dir künd ich auf ewig Hohn – Ich bin der König von Babylon! Doch kaum das grause Wort verklang, Dem König ward's heimlich im Busen bang. Das gellende mehr lesen >>>
Aus dem Takt mein Weib und all mein holder Kreis, mein Kind und all mein lachend Glück. Ich rühre an die Saite leis, wie hell klingt es zurück. Nur mehr lesen >>>
Die Mahnung zur Auferstehung erfolgt nicht erst nach dem Tode, sondern schon hier am Stacheldraht. Jeder Gedanke am Südstrand, der sich vom mehr lesen >>>
Am Brunnen steh ich lange, Der rauscht fort, wie vorher, Kommt mancher wohl gegangen, Es kennt mich keiner mehr. Da hört ich geigen, mehr lesen >>>
Das erste, was der Reisende in Italien erblickt, ist das Symbol dieses Landes: Die Kette. Namentlich wird die Osterfeier sehr mehr lesen >>>
aber mein Mißtrauen entdeckte sehr leicht, daß hinter dieser Höflichkeit sich eine Arglist barg. Effendi, begann mehr lesen >>>
im Landkreis Meißen, wäre auch ohne ihre unmittelbare Nähe zur sächsischen Kulturhauptstadt Dresden, mehr lesen >>>
Wenn über Wege tief beschneit der Schlitten lustig rennt, im Spätjahr in der Dämmerzeit, die mehr lesen >>>
Der Doctor mußte nun das Gleichgewicht des Luftschiffes wieder herstellen, und Joe mehr lesen >>>
Eine Anekdote mit viel starken Gefühlen, Herzenswärme und einer mehr lesen >>>
Als die Nacht über Eclipsis und Eldur hereinbrach, war es, als ob mehr lesen >>>
Kalt und einsam stehst du noch, ob die Winde stürmen, ob mehr lesen >>>
daß sie bei dem ersten günstigen mehr lesen >>>
Erst nach einigen Kilometern endet mehr lesen >>>
Da, hinten, in der Heide, mehr lesen >>>
Die Muse will ich mehr lesen >>>
Da auf einmal, neunzehnhundert- fünf, vernimmt die Welt verwundert, daß die Kirche diesen Mann fürder nicht mehr dulden kann. Grausam schallt von Rom es her: Expeditus ist nicht mehr! Und da seine lieben Nonnen längst dem Erdental entronnen, steht er da und sieht sich um – und die ganze Welt bleibt stumm. Ich allein hier hoch im Norden fühle mich von seinem Orden, und mein Ketzergriffel schreibt: Sanctus Expeditus – bleibt. Und weil jenes nichts mehr gilt, male ich hier neu sein Bild: – Expeditum, den Gesandten, grüß ich hier, des Unbekannten. Expeditum, ihn, den Heiligen, mit den Füßen, den viel eiligen, mit den milden, weißen Haaren und dem fröhlichen Gebaren, mit den Augen braun, voll Güte, und mit einer großen Düte, die den überraschten Kindern strebt ihr spärlich Los zu lindern. Einen güldnen Heiligenschein geb ich ihm noch obendrein, den sein Lächeln um ihn breitet, wenn er durch die Lande schreitet. Und um ihn in Engelswonnen stell ich seine treuen Nonnen: Mägdlein aus Italiens Auen, himmlisch lieblich anzuschauen. Eine aber macht, fürwahr, eine lange Nase gar. Just ins »Bronzne Tor« hinein spannt sie ihr klein Fingerlein. Oben aber aus dem Himmel quillt der Heiligen Gewimmel, und holdselig singt Maria: Santo Espedito – sia! Bald warf Kaiser Nikolaus sich mit der ganzen Energie seiner gewaltigen Persönlichkeit und mit der ganzen Wucht seines despotisch konzentrierten Slaven- und Sklavenreiches auf dies bedauernswürdige Polen, zerdrückte es unter dieser Last und verfuhr mit einer Härte und Unmenschlichkeit gegen die armen Besiegten, welche nicht die Körper der Gequälten, aber ihre Seelen bis tief ins innerste Heiligtum des Familienlebens zerriß. […] Mehr lesen >>>
Es war ein Stückchen Fromage de brie, das fiel untern Tisch. Man sah nicht wie. Dort standen zwei Lackschuh mit silbernen Schnallen. Die fanden an dem Fromage Gefallen und traten nach einiger Überwindung mit ihm in ganz intime Verbindung. Als abends die beiden Schnallengezierten in einer feudalen Gesellschaft soupierten, erhoben sich plötzlich zwei andere Schuhe und knarrten verlegen und baten um Ruhe und sagten, als alles ruhig war: Verehrte, es - riecht hier so sonderbar. Die bisher den Zensoren rechtlich zustehende, obwohl tatsaechlich laengst nicht mehr in ihrem urspruenglichen ernstlichen Sinn geuebte Befugnis, bei den von fuenf zu fuenf Jahren stattfindenden Revisionen jeden Senator unter Angabe von Gruenden von der Liste zu streichen, fiel fuer die Zukunft ebenfalls fort; die bisherige faktische Unabsetzbarkeit der Senatoren ward also von Sulla schliesslich festgestellt. Die exorbitante Befugnis der Zensoren, die Ratliste zu revidieren und nach Gutduenken Namen zu streichen oder zuzusetzen, vertrug in der Tat sich nicht mit einer geordneten oligarchischen Verfassung. Aber auch fuer die Zukunft ward die Aufnahme in den Senat neu geordnet und auf wesentlich andere Grundlagen gestellt. Indem ferner sowohl die ausserordentlich eintretenden Senatoren als die Quaestoren ernannt wurden von den Tributkomitien, wurde der bisher mittelbar auf den Wahlen des Volkes ruhende Senat jetzt durchaus auf direkte Volkswahl gegruendet, derselbe also einem repraesentativen Regiment so weit genaehert, als dies mit dem Wesen der Oligarchie und den Begriffen des Altertums ueberhaupt sich vertrug. Die Gesamtzahl der Senatoren, die bis dahin vermutlich die alte Normalzahl von 300 nicht viel ueberstiegen und oft wohl nicht einmal erreicht hatte, ward dadurch betraechtlich, vielleicht durchschnittlich um das Doppelte erhoeht, 8 was auch schon die durch die Uebertragung der Geschworenenfunktionen stark vermehrten Geschaefte des Senats notwendig machten. […] Mehr lesen >>>
Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte […]
Ein schmaler Umschlag ohne Absender, ein unerwartetes Päckchen Hoffnung in der bleiernen Leere des Lebens. Ein Jahr war vergangen, seit die Stille die einzige Antwort […]
Die Welt war eingekapselt in der trockenen Stille der Wohnung, bis ein ungestümer, beinahe unwiderstehlicher Impuls einen Mann in das lebendige Chaos hinauszog. Es war […]