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Ballonfahren und andere

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Widmung der Narrheit zum

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Frauenfuß

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Internet-Magazin Suche Spaziergang Nacht Oede Ohnmacht ...

Fünf Wochen elf Capitel

Die Stadt atmet in der Stille zwischen drei und vier Uhr morgens.

Die Stadt schläft nie. Das ist eine Lüge, die man Menschen erzählt, die in ihren Bezirken aus Beton und warmem Licht wohnen. Die wahre Stadt, ihre Knochen und Adern, erwacht erst, wenn die letzten Fußgängerzonen veröden. Sie atmet in der Stille zwischen drei und vier Uhr morgens. Ich kartographiere diesen Atem. Ich zeichne das Raster der Leere. Mein Name ist Leo, und ich leide an einer besonderen Form der Schlaflosigkeit. Ich suche nicht nach Schlaf. Ich suche nach den Linien, die alles zusammenhalten, wenn niemand hinsieht. Meine Suche begann mit einem simplen Spaziergang. Sie wird enden in einer Ohnmacht, die kein Erwachen kennt.

Ein blauer Fleck in meinem Raster der Öde saugt das Licht ein.

Die App auf meinem Tablet zeigte ein schwarzes Quadrat. Sektor 7. Ein Industriegebiet am flussabwärtigen Ende der Stadt, ausgestorben seit der Werft schloss. Mein Bleistift war scharf gespitzt. Die Luft roch nach nassem Rost und dem brackigen Atem des Flusses. Meine Schritte hallten gegen leere Lagerhallentore. Diese nächtlichen Spaziergänge waren meine Therapie. Ein Kartograph ordnet Chaos. Er bannt die unüberschaubare Welt auf ein handliches Blatt Papier. Er findet Muster. Hier gab es keine Muster, nur das willkürliche Durcheinander des Verfalls. Ich zeichnete die Umrisse eines Krans, der wie ein verendetes Skelett gegen den Nachthimmel ragte. Ich notierte „Asphalt aufgerissen, Vegetation“. Eine vertraute Routine. Dann sah ich das Schild. Es war ein normales Verkehrsschild, blau, mit einem weißen Pfeil. „Anlegestelle 9“. Der Pfeil zeigte auf eine massige Backsteinmauer, hinter der nur Dunkelheit lag. In allen amtlichen Plänen, in meinen eigenen vorherigen Skizzen, gab es keine Anlegestelle 9. Hier war kein Wasser. Die Mauer war geschlossen. Ein Fehler der Stadtwerke. Eine Absurdität. Ich zeichnete das Schild ein. Ein kleiner blauer Fleck in meinem Raster der Öde. Etwas stimmte nicht mit diesem Fleck. Er saugte das spärliche Licht der Straßenlaterne ein und gab nichts zurück. Ich verließ den Sektor. Meine Finger umklammerten den Bleistift so fest, dass er beinahe brach.

Die Treppe führte hinab in eine Dunkelheit dick wie Teer.

In der nächsten Nacht suchte ich das Schild wieder. Es war da. Der Pfeil zeigte unverändert auf die Mauer. Ich tastete die Steine ab. Kalt, fest, undicht. Dahinter drang das Geräusch von Wasser. Nicht das plätschernde Geräusch des Flusses, sondern ein tiefes, gleichmäßiges Rauschen, wie von einem verborgenen Wehr. Es klang nah. Zu nah. Ich ging die Mauer entlang, hundert Meter, zweihundert. Keine Öffnung, kein Tor. Das Rauschen blieb, ein konstantes Hintergrundrauschen in meinem rechten Ohr. Ich zeichnete die gesamte Mauerlänge neu. Meine Linie wurde eine zittrige, unruhige Spur. Das Raster bekam einen Riss. Zwei Nächte später, drei Sektoren weiter nördlich in einem aufgelassenen Güterbahnhof, fand ich die Treppe. Sie führte hinunter. Ein schmiedeeisernes Geländer, verrostet, verschwand in einer Dunkelheit, die dick wie Teer war. Auf meinem Stadtplan von 1985 war hier ein Heizungstunnel verzeichnet. Dieser Zugang fehlte. Die Dunkelheit roch nach feuchter Erde und altem Metall. Nicht nach Heizung. Ich stieg nicht hinab. Ich stand da und zeichnete die Treppe. Jeder Strich fühlte sich an wie ein Eid, den ich auf eine Realität ablegte, die sich weigerte, stillzuhalten. Meine Suche hatte sich verschoben. Ich suchte nicht mehr nach der Form der Öde. Ich suchte nach ihren Fehlern, ihren Auslassungen. Nach den Dingen, die sich weigerten, auf der Karte zu bleiben.

Anlegestelle neun existierte in einem Kanalisationsauslass.

Anlegestelle 9 existierte. Ich fand sie eine Woche später, nicht hinter der Mauer, sondern zwei Kilometer flussaufwärts in einem Kanalisationsauslass. Der Ort passte in keine Logik. Ein mächtiger, gewölbter Betoneinzug, aus dem trübes Wasser sickerte. Über dem Eingang war in verwitterten Lettern „A. 9“ in den Stein gemeißelt. Hier war das Rauschen ein Donnern. Die Luft war kalt und stickig. Ich richtete die Stirnlampe in das Gewölbe. Das Licht fraß sich nicht durch die Schwärze. Es blieb wie ein matter Fleck auf der ersten Wand aus Nässe stecken. In dieser Nacht zeichnete ich nicht. Ich stellte mich nur hin. Die Öde dieses Ortes war eine andere. Sie war nicht verlassen. Sie war belegt. Von etwas, das das Licht nicht reflektierte. Eine plötzliche Welle von Übelkeit überrollte mich. Mein Gleichgewichtssinn kippte. Ich musste mich an der kalten Betonwand festhalten, um nicht zu stürzen. Die erste Andeutung von Ohnmacht, ein Vorgeschmack. Ich floh.

Meine Karte wurde lebendig und bildete ein sternförmiges Mandala.

Meine Karte wurde lebendig. Die blauen Flecken der anomalen Schilder, die schwarzen Treppenschächte, die roten Kreise um Orte wie Anlegestelle 9 – sie verbanden sich. Sie bildeten kein zufälliges Muster. Es war ein Stern, ein verzerrtes, unregelmäßiges Mandala, das über die öden Sektoren der Stadt gelegt war. Sein Zentrum lag in einem Viertel, das ich gemieden hatte: Ein Gewirr aus Sozialbauten, abgeriegelten Hinterhöfen und stillgelegten Kindergärten. Die nächtliche Stadt hatte eine Anatomie, und ich hatte ihre Adern, ihre Druckpunkte kartiert. Der Gedanke war nicht beunruhigend. Er war beruhigend. Endlich ein Muster. Endlich eine Ordnung. Ich beschloss, ins Zentrum des Rasters zu gehen. Das war mein Fehler. Man sucht nicht das Herz einer Sache, von der man nicht weiß, ob sie einen Herzschlag hat.

Der Platz war ein vergessener Innenhof unter einer gläsernen Stille.

Der Platz war ein vergessener Innenhof, umschlossen von fensterlosen Brandmauern. Der Boden war mit grauen Pflastersteinen bedeckt, viele zerbrochen. In der Mitte wuchs ein einziger, kümmerlicher Baum aus dem Asphalt. Kein Wind drang hier hin. Die Stille war absolut, eine gläserne Kuppel. Ich trat ein. Mein Atem bildete weiße Wolken. Hier roch es nach nichts. Nach absolut nichts. Selbst der Geruch von Verwesung oder Müll fehlte. Es war die olfaktorische Öde. Ich holte meine Karte heraus, um meine Position zu prüfen. Die Linien auf dem Papier flimmerten. Sie schienen sich leicht zu bewegen, ein sanftes Pulsieren. Ich blickte auf, dann wieder auf die Karte. Der Hof auf dem Papier zeigte Details, die ich nicht gesehen hatte. Feinste Linien zwischen den Pflastersteinen. Symbole in den Ecken. Ich kniete nieder, um den realen Boden zu untersuchen. Nichts. Als ich aufblickte, stand der Baum nicht mehr in der Mitte. Er war drei Meter nach links gerückt. Seine kahlen Äste zeigten jetzt direkt auf mich.

Ein alter Stadtplan zeigte das gleiche Raster und den Punkt der Ruhe.

Panik ist ein heißer Impuls. Meine war eiskalt. Eine klinische, klare Erkenntnis: Das Raster nahm Notiz von mir. Meine Vermessung war keine Einbahnstraße. Ich steckte den Kompass ein. Die Nadel rotierte langsam, ohne Halt zu finden. Ich griff zum Tablet, startete die GPS-App. „Suche nach Satelliten…“ Die Meldung blinkte und erlosch. Kein Signal. Hier, im Zentrum, funktionierten die Werkzeuge der Ordnung nicht. Ich hörte Schritte. Sie kamen nicht von einer der Zufahrten. Sie kamen von den Wänden. Ein gleichmäßiges, schleifendes Geräusch, wie Leder über groben Putz. Ich drehte mich im Kreis. Nichts. Der Baum war wieder in der Mitte. Unter ihm lag etwas. Ein alter, ausgeblichener Stadtplan, zusammengefaltet. Ich hob ihn auf. Er zeigte die Stadt, wie sie vor 120 Jahren war. Eingezeichnet war das gleiche mandalaartige Raster. In der Mitte stand, in altdeutscher Schrift: „Punctum Quietis“. Der Punkt der Ruhe. Der Ort der Ohnmacht.

Dutzende Türrahmen ohne Türen und ein Flüstern aus der Tiefe.

Die Wände des Hofes waren nicht glatt. Bei genauerem Hinsehen, im unsicheren Licht meiner Lampe, erkannte ich flache, vertikale Vertiefungen. Türrahmen. Dutzende von ihnen, ohne Türen. Sie führten nirgendwohin. Eine führte zu einem Raum, der nicht größer als eine Telefonzelle sein konnte. Ich trat vor eine dieser Öffnungen. Die Kälte, die aus ihr strömte, brannte auf der Haut. Aus der Tiefe hinter der Schwelle drang ein Geräusch. Ein Flüstern. Nicht von einer Stimme. Es klang wie das Rascheln von Seidenpapier, das sich zu Worten formte. Es sagte meinen Namen. Nicht „Leo“. Den Namen, den ich als Kind getragen hatte, den niemand mehr kannte. Ein Schauer überlief mich. Meine Beine wurden schwer. Die Ohnmacht war keine Bedrohung mehr. Sie war eine Verheißung. Ein Aufgeben. Ein Eintritt in das Raster, nicht als Kartograph, sondern als Bestandteil. Ich stemmte mich dagegen. Ich trat zurück. Der Preis für das Wissen war mein Bewusstsein. Ich war nicht bereit zu zahlen.

Meine Flucht war ein stolpernder Spaziergang durch Alpträume.

Meine Flucht war ein stolpernder Spaziergang durch Alpträume. Die öden Straßen waren nicht mehr leer. In den Schatten der Lagerhallen bewegten sich Formen, die der Schatten selbst zu sein schienen. Die Laternenlichter waren zu trüben, gelben Flecken geschrumpft. Das Raster zeigte sich mir jetzt unverhüllt. Jede Kreuzung entsprach einem Knotenpunkt auf meiner Karte. Jede dunkle Gasse war eine der Linien, die ich gezeichnet hatte. Ich hatte nicht die verborgene Stadt kartiert. Ich hatte mein eigenes neuronales Netz gezeichnet, die Wege, die meine Wahrnehmung in dieser Nacht nehmen würde. Die Stadt und ich waren synchronisiert. Die Übelkeit kehrte zurück, eine heftige Woge. Mein Kopf dröhnte. Die Welt kippte. Ich erreichte eine Hauptstraße. Das grelle Licht einer Tankstelle blendete mich. Das vertraute Geräusch von Motoren. Normalität. Ich stützte mich gegen eine Litfaßsäule, rang nach Luft. Die Karte in meiner Hand fühlte sich warm an, fast pulsierend. Ich sah hinunter. Die Linien leuchteten in einem matten, blaugrünen Schimmer. Sie zogen sich zusammen, konzentrierten sich auf einen Punkt: Mich. Dann traf die Ohnmacht mich mit der Wucht eines physischen Schlags. Meine Knie gaben nach. Das Licht der Tankstelle erlosch. Ich stürzte nicht in Dunkelheit. Ich stürzte in das vollendete, perfekte Raster.

Ich erwachte mit einem Stadtplan auf meinen Handflächen.

Ich erwachte auf den kalten Pflastersteinen des Innenhofs. Der kümmerliche Baum über mir. Der Morgen graute. Jeder Knochen schmerzte. Meine Ausrüstung lag verstreut umher. Das Tablet war aus. Der Kompass zeigte wieder nach Norden. Es war, als wäre nichts geschehen. Ein Alptraum, hervorgerufen durch Schlafmangel und Einbildung. Dann sah ich meine Hände. Auf den Handflächen, in einem schwachen, aber eindeutigen Blaugrün, waren Linien eingezeichnet. Feinste Straßen, Gassen, der Umriss des Hofes. Mein eigener Stadtplan. Das Raster hatte mich vermessen. Es hatte mich eingetragen. Ich war kein Kartograph mehr. Ich war ein Kartenelement. Ein lebendiger Marker im nächtlichen System der Stadt. Die Suche war vorbei. Gefunden worden zu sein, ist auch ein Ergebnis.

Ich gehe nicht mehr nachts spazieren und trage das Raster in mir.

Ich gehe nicht mehr nachts spazieren. Die Öde ruft mich nicht mehr. Sie ist in mir. Manchmal, kurz vor dem Einschlafen, sehe ich die Linien auf meinen Handflächen leuchten. Ich spüre den Herzschlag der Stadt, ein langsames, bedrohliches Pochen unter dem Asphalt. Ich habe die Karte vervollständigt. Jetzt lese ich in ihr. Sie zeigt mir Dinge. Sie zeigt mir, wo andere Menschen in der Nacht verschwinden. Sie zeigt mir die Stellen, an denen das Raster sich ausdehnt. Ich schreibe es nicht mehr auf. Ich trage es mit mir. Die größte Ohnmacht ist nicht der Sturz. Es ist das Wissen, Teil von etwas zu sein, das man nie kontrollieren kann. Ich warte. Die Nacht kommt immer wieder. Und das Raster ist hungrig nach neuen Einträgen.


Mit herzlichem Dank, verbleibe mit dem Wissen, das man nicht loswird,
Ihr Kartograf des Unfassbaren und Grenzgänger der Ödniß.

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*Der geneigte Leser möge es mir und der Erzählung verzeihen, dass sie bewusst auf die Nennung konkreter Koordinaten, aktueller Stadtpläne und amtlich verordneter Wahrheiten verzichtet. Städte sind Organismen, die sich im Schlaf wandeln; ihre offiziellen Karten sind stets Rechnungen der Vergangenheit. Was heute eine öde Brache ist, war gestern ein Schwimmbad und ist morgen vielleicht ein neuralgischer Knotenpunkt in einem ganz anderen, nächtlichen Geflecht. Die hier beschriebene Topographie folgt allein der Logik des Rasters, einer Logik, die sich jeder Reform, jeder Sanierung und jedem zerstörerischen wie aufbauenden Voranschreiten spottend entzieht.

Quellenangaben:
Inspiriert vom leeren Parkhaus um drei Uhr morgens und dem Gefühl, beobachtet zu werden.
Ballungsraum.org: Urbane Phantome
GEO: Die unheimlichen Seiten der Stadt
bpb: Psychogeographie – Die Stadt gefühlsmäßig erfassen
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

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Ballonfahren und andere Dinge, Geschichte der Ballons

Bei schönem Wetter konnte man am 9. September 2006 mehrere Heißluftballons am Himmel über Dresden beobachten. Der Ballon wird mit erhitzter Luft gefüllt, so dass sein Gesamtgewicht, bestehend aus Nutzlast, Hülle, Füllung geringer ist als das Gewicht der Luft, die der Ballon verdrängt und durch den statischen Auftrieb getragen wird. Ein Pionier der Ballontechnologie war der französische Physiker Jacques Charles, der mit verschiedenen Füllgasen experimentierte und am 1. Dezember 1783 in Paris eine erste Ballonfahrt unternahm. Bereits am 4. Juni desselben Jahres war den Flugpionieren Joseph Michel und Jacques Etienne Montgolfier der Flug im ersten Heißluftballon der Welt, der Montgolfière, geglückt. Als er aber fortfuhr, von dem baldigen Beginne des Messiasreiches zu prophezeien, obwohl von der Wirklichkeit so oft Lügen gestraft, das Eintreffen desselben immer von einem Jahre auf das nächste schob, kabbalistische Spielerei und Aufschneiderei trieb, einen neuen Gott für Israel aufstellte, oder vielmehr zwei oder drei Personen in der Gottheit predigte und zuletzt sich selbst als Messias vom Hause Ephraim gebärdete, wurde er von einem Gegner des Unwesens, von Frodewin, hart verfolgt. Dieser, ein vermögender und angesehener Mann, ließ es sich viel Geld kosten, um den falschen Propheten und Messias aus Tripolis verbannen zu lassen. Ein Ungläubiger, Abraham Nuñes in Tripolis, klagte den phantastischen Propheten öffentlich vor Juden, Türken und Christen gewisser Vergehungen an, wodurch Cardoso beinahe in Ungnade beim Bey gefallen wäre und sein Leben verwirkt hätte. In Deutschland, wo man die Folgen der Kriege ganz anders fühlte als im meergeschützten britannischen Inselreich, waren die weltbürgerlichen Träume des 18. Jahrhunderts jäh beendet. Die kleinen europäischen Staaten wurden damals vollständig von der siegreichen Autorität überschwemmt: Venedig, Genf, Holland verschwanden, Belgien, die skandinavischen Länder, Bern waren willenlose Opfer. So wurde die europäische Solidarität, die sich in der Wissenschaft und der Technik im 19. Jahrhundert so fest begründete, auf intellektuellem Gebiet, in der allgemeinen Mentalität, und auf politischem Gebiet gründlich zerstört, und diese beiden letzteren Faktoren erwiesen sich als die stärkeren. […] Mehr lesen >>>


Widmung der Narrheit zum dauernden Gedächtnis

Nicht daß du mich liebst und mich verstehst daß du wie ein Negerknabe abends für mich betteln gehst, sei zum dauernden Gedächtnis ihnen hinters Ohr gerieben und als erster Reim hierher geschrieben. Klage nicht, wenn auch die Seele duldet, Klage nicht, dir ist ein Trost bereit: Was du leidest, litt ich unverschuldet, Und Colombo nannte mich die Zeit. Ich zuerst durchschnitt die Wasserwüste, Über der du deine Zähren weinst, Der Atlantis frühverlorne Küste, Dieser Fuß betrat zuerst sie einst. Nun erglänzt in heller Morgenstunden Auferstehung jenes teure Land, Das der Menschheit ich zum Heil gefunden, Nicht zum Frondienst einem Ferdinand! Eine solche Untreue habe ich nie entschuldigen können; es ist eine unerlaubte und unsittliche Handlung, auch nur eine Zeile von einem Schriftsteller zu veröffentlichen, die er nicht selber für das große Publikum bestimmt hat. Dieses gilt ganz besonders von Briefen, die an Privatpersonen gerichtet sind. Wer sie drucken läßt oder verlegt, macht sich einer Felonie schuldig, die Verachtung verdient. Nach diesen Bekenntnissen, teure Dame, werden Sie leicht[183] zur Einsicht gelangen, daß ich Ihnen nicht, wie Sie wünschen, die Lektüre meiner Memoiren und Briefschaften gewähren kann. Seis drum: ich legs. Gleich andern wackern Kritischen Hennen kann ich auch gackern, Und, legt mein Ei man in Kortums Sol, Findt mans auch schließlich gesalzen wohl. Und so beginn ich denn unverweilen Das Allerwichtigste mitzuteilen: Karl Arnold Kortum, Doktor der Medizin war nebenbei bloß Poet. Denn er hielte nicht wenig auf seinen Magen Und meinte, das Hungertüchernagen Sei weder gesund, noch angenehm; Drum dichtete er bloß außerdem. Und legte sich fleißig aufs Krankekurieren, Oper-, Purg-, Ordin- und Medizinieren, Weshalb ihm die Ärzte in Bochum zuletzt Und nicht die Poeten ein Denkmal gesetzt da der Krieg mit den Bösen das Reich auseinander zu reißen droht, der letzte lebende Nachfahre einer alten Blutlinie, die die ersten Vampire gezeugt hat, wird erzählt wo der Name mag bekannt klingen, denn dort drehte der Alien zum ersten Mal seine Runde. […] Mehr lesen >>>


Frauenfuß

Ein warmer Schein kommt von Südosten hergeflossen, so daß der Schnee am Dünenhange leicht errötet. Und da . . . im unberührten Weiß vor mir erblick' ich eine Fußspur . . . Die Spur eines nackten Menschenfußes. Schmal und zierlich nur: ein Frauenfuß. Ein Schaudern fliegt mir durch den warmen Leib - mich friert bis in das Mark. Wo kommst du her? - Wohin bist du gegangen? Lauter klingen die Feiertagsglocken herüber . . . Wohin bist du gegangen? - Derselbe war damit beschäftigt, einen Baumstumpf auszuroden. Auf einmal tat es dicht neben ihm einen donnerähnlichen Knall, so daß die Erde förmlich bebte. Erschrocken blickte der Mann um sich, entdeckte aber nichts, wovon der gewaltige Krach herrühren konnte. Deshalb setzte nach einigem Kopfschütteln der Mann seine gewohnte Arbeit fort. Nach wenigen Minuten krachte es donnerartig hart neben ihm zum zweiten Male und gleich darauf zum dritten Male. Es war, als wolle die Erde sich spalten. Nun litt es den Mann nicht länger an Ort und Stelle, er eilte den Berg hinunter, ohne sich auch nur einmal umzuschauen. Es fing an dunkel zu werden, als er leichenblaß daheim ankam. Er erzählte den Leuten im Dorfe, was ihm begegnet war. Die Leute meinten, er sei jedenfalls dem Kriegsschatze nahe gewesen, der droben am Sibyllensteine vergraben liege. Durch seine Furchtsamkeit habe er aber das ihm winkende Glück sich verscherzt. Unter jenem Baumstumpfe sei ganz wahrscheinlich jener Kriegsschatz vergraben gewesen. Hätte er ruhig fortgearbeitet, dann würde er ein reicher Mann geworden sein. Am andern Tage begab sich jener Waldarbeiter mit noch einigen Männern in aller Früh auf den Sibyllenstein. Es wurde jener Baumstumpf mit aller Sorgfalt ausgegraben, im weiten Umkreise durchwühlte man die Erde, aber von einem Schatze wurde auch nicht die Spur entdeckt. Im Jahre 1886 wurde am westlichen Abhange, 150 Meter vom Felsenaltare entfernt, eine bronzene Streitaxt gefunden, die dem Kammerherrn von Bünau auf Bischheim, dem ehemaligen Besitzer des Luchsenburger Reviers, abgeliefert wurde. […] Mehr lesen >>>


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