Urlaubszeit ist Reisezeit!

 21.07.2009 17:42 Uhr

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Zwölftes Capitel.B

Während der Fahrt über das Meer hielt es der Doctor für geeignet, sich in dieser beträchtlichen Höhe zu erhalten, da er so die Küste in einer größern Ausdehnung beobachten konnte; Thermometer und Barometer, die im Innern des halboffenen Zeltes aufgehängt waren, befanden sich stets im Bereich seines Auges, und ein zweites, draußen angebrachtes Barometer sollte für die Nachtwachen dienen.

Nach zwei Stunden war der Victoria, da er sich mit einer Schnelligkeit von etwas über acht Meilen in der Stunde bewegte, der Küste merklich nahe gekommen. Der Doctor beschloß, sich der Erde wie der zu nähern; er mäßigte die Flamme des Knallgasgebläses, und bald ließ sich der Ballon bis auf 300 Fuß vom Erdboden herab.

Er befand sich über Mrima, welchen Namen dieser Theil der Ostküste führt. Ein dichter Saum von Wurzelbäumen beschützte die Ufer, und bei der Ebbe konnte man sehen, wie ihre dicken Wurzeln von dem Zahn des Indischen Oceans benagt wurden. Die Dünen, welche ehemals die Küstenlinie gebildet hatten, hoben sich am Horizonte ab, und die Spitze des Nguru-Berges ragte im Nordwesten empor.

Der Victoria flog an einem Dorfe vorüber, das der Doctor auf seiner Karte als Kaole erkannte. Die ganze versammelte Bevölkerung stieß ein Geheul des Zornes und der Furcht aus, und schoß vergeblich ihre Pfeile auf das Ungeheuer der Lüfte ab, welches majestätisch über all dieser ohnmächtigen Wuth dahinschwebte.

Der Wind stand nach Süden, aber der Doctor beunruhigte sich deshalb nicht, da ihm hierdurch gestattet wurde, die von den Kapitänen Burton und Speke eingeschlagene Reiseroute zu verfolgen.

Kennedy war jetzt ebenso gesprächig wie Joe geworden; beide erschöpften sich in Reden, welche ihrer Bewunderung Ausdruck verliehen.

"Geht mir doch mit euern Postwagen! rief der Eine.

- Und mit euern Dampfern! sagte der Andere.
- Und mit den Eisenbahnen, fügte Kennedy hinzu, auf denen man die Länder durchreist, ohne sie zu sehen!
- Ja, ein Ballon, das ist eine andere Sache! begann Joe wieder; man merkt gar nicht, wie es weiter geht, und die Natur rollt sich vor unserm Auge auf wie ein großes Gemälde!
- Welch' herrliches Schauspiel! wie bewunderungswürdig! ein Traum in einem Hamak!**
- Wie wär's, wenn wir frühstückten? schlug Joe vor, dem die frische Luft Appetit gemacht hatte.
- Kein übler Gedanke, mein Junge.
- Mit dem Kochen wird es schnell gehen; es giebt Zwieback und conservirtes Fleisch.
- Und Kaffee nach Belieben, fügte der Doctor hinzu. Ich erlaube Dir, meinem Knallgasgebläse einige Hitze zu entlehnen; es hat mehr als genug, und auf diese Weise werden wir keine Feuersbrunst zu fürchten haben.

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das Erzgebirge und die Industriestädte

Posted by Admin on Juni 2, 2008
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Eine längere Reise des Königs in das Erzgebirge und die Industriestädte wurde durch einen Besuch des Kaisers von Österreich unterbrochen, welcher von seiner Zusammenkunft mit dem Prinzregenten von Preußen in Teplitz nach Pillnitz kam. Der preußischen Expedition nach Ostasien gab die sächsische Regierung zur Vertretung der Interessen des Handels und der Industrie S-s einen besondern Commissar bei. Am 29. November wurde die Zweigeisenbahn Koßwig-Meißen eröffnet. Die Frage der Revision der Bundeskriegsverfassung gab Sachsen Anlaß zu mehren Staatsschriften vom 19. Jan. und 24. Febr., in welchen das Verlangen Preußens nach durchgreifenden Verbesserungen und Theilung des Oberbefehls zwischen Preußen und Österreich abgelehnt wurde. Erst nach der Konsolidierung des sächsischen Staates begannen in den 1780er und 1790er Jahren Um- und Ausbauarbeiten im Residenzschloss in Dresden und in Pillnitz. Bis zum Ableben des Monarchen 1827 nach 60jähriger Regierungszeit wandelte sich dann der Zeitgeschmack noch mehrfach. Das diente der Konsolidierung des jungen Herrschers als würdiger Nachfolger. Preußen gegenüber war man nach dem Siebenjährigen Krieg um politische Annäherung bemüht. Friedenssicherung galt Friedrich August als oberste Doktrin. Der Streckenabschnitt von Limmritz bis Waldheim ist der kunstbautenreichste Abschnitt der gesamten Strecke. Da am Bau dieses Abschnittes die Chemnitz-Riesaer Eisenbahn-Gesellschaft finanziell scheiterte und vom Staat übernommen werden musste, wird dieser im Volksmund bis heute noch als Bankrottmeile bezeichnet. Unmittelbar hinter dem im Rahmen der Vorarbeiten für die Elektrifizierung 1991 aufgeschlitzten, 128 m langen Saalbachtunnel wird auf der 32 m hohen, 270 m langen und aus 14 Bögen bestehenden Zschopaubrücke das Zschopautal überquert. Anschließend folgt die Bahn an einem steilen und felsigen Abhang dem linken Ufer des Flusses und quert mit Hilfe der 49 m hohen und 210 m langen Dietenmühlentalbrücke den Steinaer Bach, der hier aus einem tief eingeschnittenen Seitental in die Zschopau mündet. Im Bahnhof Waldheim, den die Strecke anschließend erreicht, mündet von Westen her die 1998 stillgelegte Strecke von Rochlitz ein.

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Flieder duftet schwül im Garten

Posted by Admin on Juni 2, 2008
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Tief unten da ist ein Garten, Da wohnt eine schöne Frau, Wir können nicht lange warten, Durchs Gittertor wir schaun, Wo die weißen Statuen stehen, Da ist's so still und kühl, Die Wasserkünste gehen, Der Flieder duftet schwül. Wir ziehn vorbei und singen In der stillen Morgenzeit, Sie hört's im Traume klingen, Wir aber sind schon weit. Binnen einer Viertelstunde stand alles in voller Glut. Wo Feuer ist, da ist auch Wind; der erhub sich sehr stark u. trieb von der Kirche übers Schloß. Da fing auch der Siebenspitzige Turm mit an, u. das Feuer drang aus demselben in den Lederboden, wo Holz und brennende Materie genug war. In drei Stunden war alles getan. Von allen kurfürstlichen Gebäuden unter der Schösserei u. im Hahnewalde, die nach Beschaffenheit derselben Zeit schön waren, wurden Aschehaufen. Von der Stadt aber, in- u. außerhalb der Ringmauer, blieb nichts übrig, als das Crucifix auf dem Kirchhofe, so Gott auch diesmal erhalten, ferner des Wildpretwärters Haus am Kurfürstlichen Tiergarten, die kleine Begräbniskirche u. dazu noch eine niedrige Hütte am Altstädter Wege. Der Feind, welcher gute Beute gemacht u. unter anderem 186 Stück Pferde u. Vieh mitgenommen, sahe von ferne zu u. dachte, das ganze Schloß würde daraufgehen u. die Leute in demselben entweder verderben oder herausfallen müssen. Aber was die Gottlosen gerne wollten, ist verdorben und verloren. Das Gebet derer, die im freien Felde herumgejagt, in Sträuchern beschädigt u. ausgeplündert oder sonst in Ängsten waren, drang durch die Wolken zum himmlischen Vater. Gott erhörte das Seufzen u. Weinen derer, die in der Burgkapelle auf den Knieen lagen u. die Hände emporhoben. Er ließ wohlgeraten die Arbeit der munteren Weiber, die aus dem tiefen Brunnen (denn das Röhrwasser der künstlichen Wasserleitung hatten die Feinde zerstört und abgeschnitten) Wasser zum Löschen trugen, u. der Männer, die Wasser ins Feuer gossen. Ja, er selbst half löschen u. gab vom Himmel einen gnädigen Regen. Und so ward die Flamme gedämpft, das Herz des Schlosses erhalten, u. obwohl in der Stadt einige verwundet u. getötet, desgleichen vom Feuer ergriffen u. vom Rauche erstickt worden waren, so ist doch auf dem Schlosse keiner Person Leid widerfahren. Was war es aber für ein schrecklicher Anblick, da der Feind sich unsichtbar gemacht u. die verarmten Leute vom Schlosse u. von den Feldern auf den Brandstätten zusammenkamen! Nichts war jammernswerter, als der Anblick so vieler Leichen u. der Verlust an Eltern, Ehegatten u. allernächsten Freunden. Unzählige Thränen flossen aus den Augen aller, u. wer noch des andern Tages sich auf den Gassen umsehen wollte, konnte mit unbedeckten Füßen auf dem erhitzten Pflaster nicht fortkommen.

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Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Posted by Admin on Mai 12, 2008
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